Impfschutz bei Kindern

"Ist mein Kind reif genug für die Schule?", "Ist bei ihm alles in Ordnung?" Diese Fragen beschäftigten Eltern am meisten, wenn sie zur Einschulungsuntersuchung gehen. Auf dem Prüfstand steht dann aber nicht nur die körperliche und geistige Reife der Kinder, sondern auch ihr Impfschutz. Nur wenigen kann dafür ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin in seiner Auswertung der Einschulungsuntersuchungen aus den Jahren 1998 bis 2001. Mit "gut" bewertet wird der Impfschutz gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Kinderlähmung (Poliomyelitis). Mehr als 95 Prozent aller Kinder sind gegen diese drei Krankheiten vollständig geimpft.
Ein "unzureichend" muss aber immer noch für die Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln ausgesprochen werden. Rund 80 Prozent der Kinder haben nicht die empfohlenen zwei Impfungen erhalten. Erhöht haben sich seit 1996 die Impfraten gegen Hepatitis B (von 8 auf 41 Prozent), Keuchhusten (von 34 auf 76 Prozent) und Haemophilus influenzae b (von 55 auf 82 Prozent). Trotzdem gibt es auch hier noch viel Nachholbedarf. Auch mehrere fehlende Impfungen lassen sich oft mit einer einzigen Spritze vervollständigen.

 

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