Bereits mehr als 1,3 Millionen Patientinnen und Patienten in Deutschland profitieren von einer strukturierten Behandlung in einem Disease-Management-Programm (DMP). Die Programme tragen dazu bei, die medizinische Versorgung von chronisch Kranken zu verbessern. Denn im Gegensatz zu einer hervorragenden Akutversorgung ist die Betreuung chronisch Kranker in Deutschland im internationalen Vergleich nicht optimal organisiert.

DMP gibt es für Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2), Koronare Herzkrankheit (KHK), sowie für Asthma und die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD). Gesetzliche Grundlage der Programme ist das Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs (RSA) in der gesetzlichen Krankenversicherung. Der RSA sorgt dafür, dass den Krankenkassen, die sich gezielt um chronisch Kranke kümmern, im Kassenwettbewerb daraus kein finanzieller Nachteil entsteht. DMP müssen gesetzlich festgelegten Qualitätskriterien entsprechen. Zuständig für deren Prüfung und die Zulassung der einzelnen Programme ist das Bundesversicherungsamt in Bonn.

 

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